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Bernd Plüsch
Lange vegetierte ich in einem unaufgeräumten Kinderzimmer dahin. Dann wurde ich entdeckt. Ich lag halb zerquetscht unter einer Kuscheltier-Giraffe.
Ich erholte mich schnell und überzeugte schon in Leonce und Lena als wichtiger Kleindarsteller. Der wirkliche Durchbruch gelang mir jedoch erst mit dem Tresorhund in Mrozeks Emigranten eine für mich damals sehr anspruchsvolle Rolle, da sie vordergründig meinem Naturell widerspricht.
Seitdem bin ich immer der Teddy mit dickem Fell und weichem Kern. Ich werde gestreichelt, herumgeworfen und nur noch selten achtlos liegengelassen. Mein Traum ist eine Sprechrolle in Heiner Müllers Hamletmaschine. Auch das Gretchen in Faust I würde mich reizen. |
Beim Theater Apron seit 1997 |
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