Theater Apron - Aktuelles


Plakat Casablanca    Casablanca
Sommertheater 2005 im Graben der Moritzburg – Premiere: 4. August 2005

Alexander Terhorst und Sven Heinicke spielen eine Slapstick-Komödie frei nach dem wirklichen Kinoleben.
Stück Besetzung Presse



Leipziger Volkszeitung vom 25.08.2008

  

Verwirrspiel zwischen Hut und Höckerchen
Theatrale Achterbahnfahrt mit Hochs und Tiefs: „Casablanca“ auf der Freiluft-Bühne des Geyserhauses


Leipziger Volkszeitung vom 19.08.2008

  

„Casablanca“ im Geyserhaus
Sommertheater auf der Bühne im Arthur-Bretschneider-Park


NWZ und Geisinger Zeitung vom 22.11.2007

  

„Spiel’s noch einmal, Sam...“
„Casablanca“ amüsiert bei der Geislinger Rätsche


Mitteldeutsche Zeitung vom 4. August 2005

Filmklassiker wird Slapstick
«Apron» spielt im Moritzburggraben - «Casablanca fällt aus - findet statt»

 
Der Hallenser Alexander Terhorst (li.) will mit Sven Heinicke, dem Leipziger Gast des Theaters Apron, mit der Entzauberung des ultimativen Kino-Heulers "Casablanca" sein Publikum im Moritzburggraben komödiantisch verzaubern. In drei Staffeln ist das Stück dort zu erleben - jeweils täglich zwischen Donnerstag und Montag. (Foto: Apron)

Halle/MZ. Eigentlich wollte ein neu ins Leben gerufener Kinosommer-Förderverein am Donnerstag im Graben der Moritzburg den Filmklassiker Casablanca aus dem Jahr 1943 vorführen. Doch leider muss die Veranstaltung aus technischen Gründen abgesagt werden. Um den Abend aber nun nicht ganz ausfallen zu lassen, wollen zwei der Vereinsmitglieder "die wichtigsten und besten Szenen" aus dem Kultfilm für das Publikum nachspielen. Schließlich handelt es sich doch um ihren Lieblingsstreifen, weswegen sie natürlich alle Dialoge auswendig können.

Was wie die perfekte Sommerlochgeschichte klingt, ist der Einstieg in die neue Inszenierung des Theaters Apron aus Halle. "Casablanca fällt aus" erfährt am Donnerstag im Graben der Moritzburg seine Premiere als Theaterstück. Und damit auch wirklich alle Interessierten zur Premiere strömen, ist der Titel noch mit dem Zusatz "findet statt" versehen worden.
    Ansonsten glauben die Leute womöglich wirklich noch "Casablanca fällt aus", so Regisseur Volker Dietzel schmunzelnd. "Schon allein die Konstellation des Zweipersonenstücks ist Slapstick", ist sich Dietzel sicher. Der stämmige Sven Heinicke aus Leipzig spielt Ingrid Bergmann, der schmächtige Alexander Terhorst mimt Humphrey Bogart. Wenn Terhorst nicht den coolen Kinohelden gibt, ist er übrigens seriöser Nachrichtensprecher bei MDR-Jump. Deswegen beginnen die Proben auch immer erst nach den 20-Uhr-Nachrichten.

"Ihr müsst powern", ruft Dietzel seinen beiden Schauspielern während der Probe immer wieder zu. Schließlich müssen sie gegen Straßenlärm und die Weite des Grabens anspielen. Ansonsten gebe es keine Probleme, so Dietzel. "Es war eine intensive und gute Zusammenarbeit." Über den Zeitraum von drei Monaten hat sich die Truppe des Klassikers angenommen. Reine Blödelei sei dabei nicht herausgekommen: In den Proben habe man die Hälfte der Gags wieder rausgeschmissen, so Regisseur Dietzel, der die Geschichte auch "ernsthaft erzählen" und kritisch hinterfragen will: Die Überidentifikation mit Filmhelden sei nämlich "vor allem eine Flucht vor sich selbst und der Wirklichkeit".

So kommt es bei den Figuren, als die Story auf ihr hochromantisches Ende zusteuert, schließlich zu erstaunlichen Erkenntnissen: Wer wirklich frei und selbstbestimmt leben will, darf sich nicht mit fremden Masken schmücken. Deutlich wird auch, dass das alberne Macho-Gehabe mit den filterlosen Zigaretten und dem ganzen Whiskey letztlich im Zweifelsfall nicht nur ungesund ist, sondern auch wenig geistreich.

Premiere: Donnerstag, 20.30 Uhr, weitere 14 Aufführungen im Moritzburggraben - bei Regen im "Turm".



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