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| Zu den bekanntesten Filmen der Filmgeschichte zählt sicher Casablanca. Der Film, 1943 entstanden, lädt ein, mit auf der Seite der Guten herumzustehen und coole Sprüche abzulassen. Der Film ist aber auch politisch wunderbar unkorrekt, er ist hochromantisch, erregend besetzt, voller surrealer Dialoge und von einer atemberaubenden Geschwindigkeit als wollte er seiner Zeit voraus sein. Was er ja auch geschafft hat. Die Sommertheaterproduktion von Theater Apron Casablanca fällt aus findet statt bedient sich großzügig dieses Filmes als einer Folie, um mit den Mitteln des Theaters eine weitere Geschichte zu erzählen: die der Identifikation der Fans mit ihrem Idol. Wer möchte nicht wie Humphrey Bogart als Rick Blaine die schöne Ingrid Bergmann auf der Studiowolke Sieben mit einem Heres looking at you, kid an sich drücken, ohne auf filterlose Zigaretten, albernes Machogehabe und Whiskey verzichten zu müssen? Aber ist das gesund? Vor allem geistig? Während zwei Herren mit Hingabe und voller komischer Slapstickeinlagen versuchen, den zwanzig Rollen gerecht zu werden, wird für den Zuschauer vor allem eines deutlich: Überidentifikation ist vor allem eine Flucht vor sich selbst. Wenn der Film am Ende in sein hochromantisches Finale mündet, wird klar, daß beide Figuren ihr Leben verändern müssen, um wirklich zu leben, statt sich mit fremden Masken zu schmücken und sich hinter ihnen zu verstecken. |
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