Theater Apron - Spielplan


Theater Apron spielt seit 1991. Ganz zu Anfang hießen wir "staatstheater arbeitslos", weil wir ein therapeutisch orientierter Kreis schauspielernder Arbeitsloser sein sollten, der für zwei Jahre von der Bildungsvereinigung "Arbeit und Leben" gefördert wurde. Leider blieben die Arbeitslosen aus. Statt dessen fanden Studenten zu uns. Am 08. November 1991 hatten wir unsere erste öffentliche Vorstellung. Seitdem bringen wir es kontinuierlich auf ein bis zwei Premieren pro Jahr.   

1995 haben wir uns umbenannt, weil wir fast nur aus Studenten bestanden, also noch nicht arbeitslos waren. Wir fanden den Namen "Theater Apron". Apron ist griechisch und heißt Vorbühne. Und wir heißen so, weil wir ein freies Theater ohne eigenes Haus sind, das sozusagen auf der Vorbühne spielt. Und weil wir unseren Zuschauern nichts vormachen, sondern sie wirklich erreichen wollen und wir uns bemühen, den Abstand so gering wie möglich halten.

Mit einer Haltung, die davon ausgeht, daß Bühne etwas mit Wirklichkeit und mit Wahrnehmungsmustern von Wirklichkeit zu tun hat, haben wir versucht, eine Ästhetik auszubilden, die ganz bewußt nicht elitär, sondern volkstümlich in dem Sinne ist, der nicht tümelt (um, Entschuldigung, Brecht zu zitieren). In einer Zeit, in der ein Fernsehbildschirm das Brett vor der Stirn ersetzt hat, wollen wir Menschen ins Theater locken, ihnen Lust machen, die Augen zu öffnen und ihnen ein sinnliches Erlebnis ermöglichen.

Als Gruppe ohne Haus fahren wir meist durch Deutschland und sind am Bodensee, in Dresden, Berlin oder Hanau bekannter als in Halle, unserer Heimatstadt. Tourneen führten uns nach Österreich, England, Italien, Irland, Lettland und Estland. Unsere von Axel Kohout gestaltete Internetseite www.apron.de ist uns dabei unentbehrlich. Mit 80 Vorstellungen pro Jahr haben wir so viel Autobahnabfahrten, Raststätten und Garni-Hotels erlebt, daß wir uns immer wieder freuen, wenn wir in Halle zu Gast sein dürfen.

Denn seit 1999 richten wir jeden Sommer in Halle ein Sommertheater aus (in oder im Graben der Moritzburg, auf der Burg Giebichenstein, auf der Pferderennbahn), die von der Stadt Halle und dem Regierungspräsidium Halle gefördert wurden. Andere Förderer waren und sind Lotto-Toto, Jugend für Europa, das Studentenwerk Halle und der Studentenrat der Uni Halle. Ohne sie wäre unsere Arbeit nicht möglich gewesen.

Als Low-Budget-Unternehmen wollen wir es nicht versäumen, allen Freunden zu danken, die uns praktisch und finanziell unterstützt haben, die ihre Freizeit opferten, um uns Essen zu kochen, Kostüme zu nähen, Geld zu leihen und uns Mut gemacht haben, dass so etwas wie uns viel öfter geben sollte.
 
 
 Vietnam
Im November 2005 hatten einige Apronesen die seltene Möglichkeit zu einer Gastspielreise nach Hanoi. Was sie dort erlebt haben, schildert Alexander Terhorst in drei Reiseberichten.

Alex mit Gastgebern


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