
Mein Kampf
Eine Inszenierung nach der Groteske von George Tabori
Premiere 23.10.2026 / Spieldauer 120 Minuten / eine Pause
„Doch muss ich mein eigenes Buch schreiben, um das Böse aus meinem Herzen zu treiben, diesen Schatten, der auf meine Schwelle fällt“.

Wien, Anfang des 20. Jahrhunderts. In einem Männerasyl begegnet der jüdische Buchhändler Schlomo Herzl einem jungen, gescheiterten Maler: Adolf Hitler. Der eine träumt von Größe, der andere glaubt an die Kraft der Menschlichkeit.
Was als Groteske beginnt, entwickelt sich zu einer ebenso komischen wie verstörenden Versuchsanordnung über Mitgefühl, Verantwortung und die Grenzen der Toleranz. Sie erzählt von einem Menschen, dem mit Offenheit, Fürsorge und Vertrauen begegnet wird – und stellt die unbequeme Frage, was geschieht, wenn Menschlichkeit auf jemanden trifft, der sie nicht erwidert.
Wie weit reicht Menschlichkeit — und wann wird sie gefährlich? Wo werden Grenzen verschoben, ohne dass wir es bemerken? Und wie gehen wir mit Menschen um, deren Überzeugungen unsere eigenen Werte infrage stellen?
George Tabori, selbst von der Shoah und ihren Folgen geprägt, schrieb mit „Mein Kampf" kein historisches Drama. Er schrieb ein Stück über uns/über die Gegenwart jeder Zeit: über Toleranz, die an ihre Grenzen stößt, über die Verführbarkeit des Einzelnen und über die Frage, wie viel Offenheit eine Gemeinschaft dem gewähren kann, der genau diese Offenheit nutzt, um sie zu zerstören.
Theater Apron inszeniert Taboris bekanntestes Werk als skurrilen, bildstarken Theaterabend voller Witz, Abgründigkeit und überraschender Aktualität. Ein Abend, der keine Antworten liefert, sondern Fragen stellt, die noch lange nachwirken.
Termine
Freitag, 23. Oktober, Halle
Premiere
Ort: Freie Spielstätte im Urania 70Moritzburgring 1, 06108 Halle
Beginn: 19:00 Uhr
Samstag, 24. Oktober, Halle
Ort: Freie Spielstätte im Urania 70Moritzburgring 1, 06108 Halle
Beginn: 19:00 Uhr
Sonntag, 25. Oktober, Halle
Ort: Freie Spielstätte im Urania 70Moritzburgring 1, 06108 Halle
Beginn: 16:00 Uhr
Freitag, 6. November, Halle
Ort: Freie Spielstätte im Urania 70Moritzburgring 1, 06108 Halle
Beginn: 19:00 Uhr
Samstag, 7. November, Halle
Ort: Freie Spielstätte im Urania 70Moritzburgring 1, 06108 Halle
Beginn: 19:00 Uhr
Freitag, 13. November, Halle
Ort: Freie Spielstätte im Urania 70Moritzburgring 1, 06108 Halle
Beginn: 19:00 Uhr
Samstag, 14. November, Halle
Ort: Freie Spielstätte im Urania 70Moritzburgring 1, 06108 Halle
Beginn: 19:00 Uhr
Zu sehen
- Ullrich Reuscher - Herzl
- Astrid Beier - Lobkowitz
- Jannik Sulger - Hitler
- Maria Naumann - Gretchen
- Maxi Mercedes Grehl - Frau Tod
- Daniel Musketa - Himmlisch
Zu spüren
- Lars Schulz - Regie
- Antonia Kern - Dramaturgie
- Katja Röder - Management
- Henrike Großmann - Finanzen
- Martin Patze - Gestaltung und Fotos
- Astrid Beier - Öffentlichkeitsarbeit
- Sven Pasternack - Bühnenbild
- Antje Noch - Maske
- Kathrin Lau und Katrin Schinköth-Haase - Vermittlung
- Ingo Leibnitz - Bühnenmaler



